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Geschichte – Profundis Foundation

Geschichte

Empfohlene Hintergrundmusik

Die vorliegende Geschichte stellt nur eines von zahlreichen Ereignissen aus der Historie der Profundis Foundation dar.

Die Geschichte für den eiligen Leser

Vorgeblich auf der Suche nach einer Kristallmine, die noch gehaltvoller ist als die Höhlen von Illum, setzt das imperiale Forschungsschiff „Godspeed“ Kurs auf den unbekannten Raum. Die bunt gemischte Mannschaft hat keine Ahnung davon, daß der Captain des Schiffs und die wissenschaftliche Leiterin der Mission im Auftrag zweier Dunkler Lords ein ganz anderes Ziel verfolgen: das Aufspüren einer uralten Raumankerstation unbekannter Herkunft. Kurz nachdem die „Godspeed“ nach längerer Reise durch die Sternenleere die Ankerstation findet, kommt es an Bord der „Godspeed“ zu einem Ehrenduell zwischen zwei Sith. Der Unterlegene wird auf der scheinbar nutzlosen Ankerstation bestattet und erweckt durch seine langsam vergehende Machtpräsenz eine an die Station gebundene Wesenheit. Zur selben Zeit führen die Dunklen Lords in der Grabkammer Naga Sadows ein Beschwörungsritual durch und führen der Kreatur am anderen Ende der Galaxis über die Pfade der Macht zusätzliche Energie zu. Der Captain der „Godspeed“ und der Wissenschaftsoffizier aktivieren die geheime, zweite Brücke des Schiffs und übernehmen die Kontrolle. Die Schiffscomputer werden angewiesen, alle Türen zu versiegeln. Sich selbst wollen die beiden Verschwörer mit von den Sithlords erhaltenen Schutzartefakten vor den kommenden Ereignissen bewahren. Sie aktivieren die vorgeblichen Holocrons, bei denen es sich aber tatsächlich um hochwirksame Gasfallen handelt. Die Verschwörer sterben, während im Raum die Machtkreatur erwacht – ein „Seelensucher“ streckt seine Tentakel nach den spirituellen Essenzen der Mannschaft aus und zeichnet sie. Wer berührt wird, verliert das Bewußtsein und dessen Seele ist gezeichnet. Eine einzige Person an Bord der „Godspeed“ wird verschont, denn sie besitzt ein echtes Schutzholocron aus der Zeit der alten Sithkönige. Es handelt sich um denselben Sithlord, der seinen Widersacher in einem provozierten Duell besiegte. Dieser Agent der Dunklen Lords dokumentiert die Ereignisse, manipuliert Scannerdaten zur Verwischung etwaiger Spuren und mischt sich dann wieder unter die Opfer. Teile der Mannschaft sterben oder werden wahnsinnig. Diejenigen, die ihre alte Verfassung wiederfinden, setzen alles daran, zu erfahren, was geschehen ist und welche Auswirkungen es hat.

Die Vorfälle liegen nun zwei Jahre zurück und sind bis heute nicht aufgeklärt. Mit mehr oder weniger subtiler Unterstützung konnte eine gewisse Machtbasis aufgebaut werden. In Dromund Kaas wird in gewissen Kreisen davor gewarnt, sich allzu offen für die Gemeinschaft zu interessieren. Offenbar haben verschiedene Stellen im Imperium ein Interesse daran, die Ereignisse und deren Auswirkungen weiter zu untersuchen. Aus dem Umfeld der Sphäre des Alten Wissens – gewissermaßen dem Hexereiministerium – flossen Fördermittel zur Einrichtung einer Station, die der Stiftung und ihren Kontakten zur Verfügung steht. Noch schwerer wirkt aber das persönlich bekundete Interesse zweier hochrangiger Darth, die durch das Ausschalten dreier kritischer Lords im Gefolge anderer Sith ihre Position mit sithtypischer Blutunterschrift bekräftigten. Die Ziele der beiden Mäzene der Stiftung bleiben im Dunkeln … allenfalls erhellt von einem violetten Schimmer, wie in Naga Sadows Grab.

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Die “Godspeed”

Die ganze Geschichte

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Forschungsschiff “Godspeed”
am äußersten Rand des Illum-Raums
persönliches Logbuch des leitenden Wissenschaftsoffiziers Dr. Yahara Owasi

Illum. “Die sternflammende Königin” nennen alte, kastharische Gedichte diesen Planeten. Gewiss, das Lichterspiel in den zahllosen Eisformationen, die Illum verhüllen wie ein Schleier das Gesicht einer alderaanischen Edeldame, ist faszinierend. Aber unser Ziel liegt in der dunklen Leere jenseits von Illums Funkeln. Uns lockt ein anderer Glanz.

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Forschungsschiff “Godspeed”
am äußersten Rand des Illum-Raums
aus der Ansprache von Captain Mawaar Ze’teth

Wir sind am Rande der offenen See. Die Scanner erfassen keinerlei Raumgeometrie. Wir sind ortlos, wir sind zeitlos. Was wartet in der lichtschluckenden Finsternis dort draußen? Welche Winde wehen, welche Wellen gehen, hält das Schiff stand? Wir sind ortlos. Und wir sind zeitlos. Doch im Vertrauen auf den alten und ehrwürdigen Orden der Sith, der den Willen des Imperators atmet, sage ich Euch: wir sind nicht ziellos. Aus den Ämtern der Macht ist uns ein Kurs zugefallen, den im Detail zu berechnen Doktor Owasi gelungen ist. Ich halte das Steuer, der Doktor ist unser Lotse. Frauen und Männer der “Godspeed”, wir setzen die Segel! Mögen die alten Götter von Korriban mit uns sein! Heil dem Imperator! Bereitmachen zum Sprung!

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kurz darauf auf Korriban
Grab von Naga Sadow

Die violetten Flammen der Ritualfeuer erweckten den uralten, gemeißelten Stein scheinbar zum Leben. Darunter ruhte Naga Sadow, der Eroberer, der Grenzüberschreiter – ein passender Ort. Die weihevolle Stimmung wurde von einem leisen Piepsen gestört. Die Schatten gerieten in BEwegung und sine schwarzverhüllte Gestalt nestelte ihren Arm aus der weiten Robe. Der Handgelenkscomputer gab erneut das enervierende Fiepen von sich. Flammenschein spiegelte sich auf einer alten, goldenen Ritualmaske. Die Stimme ihres Trägers klang verzerrt darunter hervor. “Sie springen.” Sein Begleiter nickte.

Forschungsschiff “Godspeed”
zahlreiche Sprünge im unbekannten Raum später
Mannschaftsquartiere

“Ich sag Dir, Benson, das ist doch totaler Mist. Der Doktor kennt den Kurs, wa?. Die alte Schrulle findet nichtmal ihre Schuhe, wenn sie ihre Brille verlegt hat. Alter, zieh Dir das rein – die hat keine Navigationskarten in ihrem Büro, sondern Gedichtbände!” Der Decksoldat schüttelte den Kopf. Sein Kamerad unterbrach seine monotone Folge von zahllosen Liegestützen, sprang federnd auf und lachte. “Dem Captain scheint’s zu gefallen – der ist ständig und nächtelang bei ihr”. Karv runzelte die Stirn und warf dem schweißglitzernden Benson ein raues Handtuch zu. “Verarsch wen anders. Er ist eine Rothaut, und sie ist älter als doraghischer Brandy.” Benson wischte sich mit dem Lappen über die breite Brust. “Davon haste nicht zufällig noch nen Tropfen?”

Forschungsschiff “Godspeed”
Schiffsdurchsage nach 13 Tagen im unbekannten Raum während einer Phase des Impulsflugs

“Achtung an die gesamte Crew an Bord der Godspeed. Code “Kerze”. Alle Stationen bemannen, ich wiederhole: alle Stationen bemannen! Das ist keine Übung! Die ehrwürdigen Sith werden gebeten, sich im Besprechungsraum einzufinden, die kommandierenden Offiziere der Streitkräfte, der Logistik und … ääh … und die .. äh … Militärberater werden ebenfalls dorthin beordert. Alle Stationen bemannen – Code “Kerze! Ich wiederhole: Kerze!”

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Forschungsschiff “Godspeed”
Korridor 2 – Zugang zum Besprechungsraum

“Meisterin, ist es wahr? Code… Kerze? Wir haben …?” Die Sith rückte im Gehen eine standesgemäße Robe mit Runenapplikationen zurecht, fauchend wie eine Raubkatze fuhr sie zu ihrem Schüler herum – die Robe flatterte wie schwarze Flügel hinter ihr her. “Deine Dummheit ist grenzenlos wie der Raum, den wir durchquert haben. Natürlich ist es wahr. Du weißt, wieviele Lichtklingen sich hier an Bord befinden – und jede einzelne würde in heiligem Zorn gezogen und das Leben des Captains und seiner Leute zur Wiederherstellung der Ehre der Sith beenden, wenn sie es wagen würden, uns umsonst hierherzuzitieren. Ja, es ist wahr. Code Kerze. Wir haben inmitten der Dunkelheit das gesuchte, kleine Licht gefunden. Die Kerze im finsteren Raum. So, ich gehe jetzt dort hinein – und Du beobachtest die Vorbereitungen im Landungshangar. Ich will wissen, was sie zuerst runterschaffen … und wen.” Sie wandte sich um. Seine Blicke folgten ihr.

Forschungschiff “Godspeed”
im Schlepporbit über unbezeichnetem Raumanker
persönliches Logbuch von Schiffssekretär Mildor Varthuul

Die tellerförmige Ankerstation ist erreicht. Die Energiekupplungen sind leer. Wir haben ein Wrack gefunden, totes Metall, staubiges Vakuum, erstickend unspektakulär. Die Sith sehen das genauso. Wir haben sie nur mit Mühe von einem Massaker abhalten können. Es war geschickt von diesem “Militärberater” – wohl ein ehemaliger Agent? – sie einfach aufeinander loszulassen.

Einer von ihnen, ein breitschultriger Krieger, Lord Torgaz, ist tot – ein anderer Lord hat ihn auf dem Gewissen. Wir werden ihn nachher beisetzen. Seine Schülerin hat bestimmt, daß er auf dem Raumanker bestattet werden soll, damit das Ding wenigstens einen Nutzen hat.

Raumanker “Torgaz Grab”
kurze Zeit später

Der im Zornduell getötete Lord Torgaz hatte dem Anker seinen Namen gegeben, indem er in der Kajüte des Captains bestattet wurde. Die scheibenförmige Konstruktion gab dem Wissenschafts- und Bergungsteam einige Rätsel auf. Im Grunde war die Station nichts anderes als ein gewaltiger Meteallklumpen im nirgendwo, dessen Nutzen sich erübrigt hatte. Aber warum war sie hier?

Korriban,
Grab von Naga Sadow
zur rechten Zeit

Jemand hatte die beiden Schwarzverhüllten über das Geschehen weit draußen im nirgendo informiert. Der Transhyperraumfunk erlaubte keine großen Botschaften, sollten die Signale unentdeckt bleiben. So war nur ein Wort übertragen worden: “Präpariert.” Zur rechten Zeit hatten sich die beiden Robenträger wieder in Naga Sadows Kammer getroffen. Sie waren in der Verkleidung von Akolythen hergekommen, hatten sich von Aufsehern und Wachen schikanieren lassen und mussten sogar den Nachstellungen einiger übereifriger Akademiezöglinge erwehren. Ihre wahre Macht konnten sie nicht offenbaren, sie wollten unentdeckt bleiben. Doch hier, in Naga Sadows entleibter Gegenwart, war das Versteckspiel nicht mehr nötig. Die Ritualschalen waren mit dem Blut von zwei Sithschülern gefüllt, die den beiden “Akolythen” zu sehr zugesetzt hatten. Die Schüler hatten keine Chance – denn sie trafen auf zwei dunkle Lords der Sith, jeder ein Meister der uralten und verbotenen Künste die anzurühren nur die verwegensten und brillantesten Seelen sich wagten. “Darth” lauteten ihr Titel, und vom Aufstieg auf die Throne der Ratsherren trennte sie vielleicht nur noch ein weiterer Mord. Doch in der heutigen Nacht zählten Titel nicht. Es zählte Macht. Knisternde, violettschwarze Nebelfetzen begannen in Naga Sadows Grab zu schweben wie zeitverlorene Motten als die Sith begannen, das Blut in einem komplexen Muster auf den Boden zu gießen und ihren Willen zu fokussieren.

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Forschungschiff “Godspeed”
Brücke

“Captain, schaut Euch das an!” Der Scanoffizier wies stirnrunzelnd auf den Monitor, drückte eine Taste und übertrug den Bildschirminhalt auf den die ganze Wand einnehmenden Taktikscreen. In der Schwärze war die metallische Scheibe der Ankerstation zu sehen. Licht reflektierte sie nur dort, wo die Suchstrahler der Sonden über die Außenhaut strichen. Und doch war da etwas anderes … etwas wie Linien, Schlangen, Nebel – violett aufschimmernd, schwarz leuchtend. Mal da. Mal fort. Nicht konstant. Als versuchte das Aufglimmen aus einer anderen Wirklichkeit herüberzugreifen. Captain Ze’teth kniff die Augen zusammen. Dann atmete er tief ein. Und wieder aus. “Leutnant, das ist nichts. Das sind … das ist … Beobachtet es weiter. Ich will mit den Sith sprechen.” Eiligen Schritts verließ der Captain die Brücke. Der Erste Offizier nahm seinen Platz ein und starrte verstört auf die vagen Lichterscheinungen auf dem Schirm. Niemandem fiel auf, daß der Captain nicht den Weg zum Besprechungsraum einschlug, in dem sich die Sith versammelt hatten.

Forschungschiff “Godspeed”
Frachtraum 9

“Hey, Captain, Doc – Ihr hier unten?”. Crewman Olgers bleckte die gelben Zähne und stützte sich auf seinen Ölschieber. Das war ja schon irgendwie unerhört. Die höchsten Tiere auf der Godspeed kamen auf ihn zu – beide mit einem Handkoffer. Schon ungewöhnlich, dachte Olgers, und seine raupenartigen Augenbrauen krochen aufeinander zu. Sie trafen einander nicht, denn Herzschläge später klaffte zwischen ihnen ein fingerdickes, schwelig-blutiges Loch. Der Captain schob seinen Blaster wieder unter die Jacke, der Doktor trat an den Frachtraumcomputer. “Authorisierung Kerzenlöscher, Owasi, Stimmidentifikation.” Schnarrend bestätigte der Computer, die Wissenschaftsoffizierin erkannt zu haben. Die Tür wurde geöffnet. Und der in den Schiffsakten als Materiallager für Wüstenexpeditionen gekennzeichnete Raum erwachte zum Leben … knisternd aktivierten sich Holoprojektoren und Konsolen. Der Captain betrat die geheime, zweite Brücke des Forschungskreuzers. “Kommandofunktionen übertragen, stiller Alarm, Authorisierung Kerzenlöscher, Ze’teth, Stimmidentifikation.” Die Tür des Frachtraums schloss sich. Ein Flimmern ging über eine Anzeige. Der Raum hatte sein Rufzeichen geändert zu CO.

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Korriban
Grab von Naga Sadow

Worte in einer uralten Sprache hallten hohl zwischen den Machtemanationen umher. Das glühende Muster war fast komplett. Es erinnerte ein wenig an ein tiefseeisches Wesen mit zahllosen Tentakeln. Und sie bewegten sich.

Raumanker “Torgaz Grab”

Es war geweckt. Ein Träger der Macht war in seinen Einflussbereich gebracht worden. Tot zwar, aber die Macht war jenseits von Leben und Tod. Es begann seinen Einfluss zu manifestieren, einem tiefseeischen Wesen mit zahllosen Tentakeln gleich. Es bewegte sich.

Forschungschiff “Godspeed”
Frachtraum 9 mit dem Rufzeichen CO

“Zentralcomputer erwartet Befehle.” Das Hirn der Godspeed lag offen vor dem Captain und der Forscherin. Über das Leuchten des Holodisplays hinweg schauten sich die beiden an. Der Plan war bis hierhin brillant gewesen. Die Suche nach einer Kristallmine, wertvoller und machtvoller als Illum – das war das ausgewiesene Ziel. Und kompletter Blödsinn. Die Ankerstation hatten sie finden sollen, das war der unmißverständliche Wunsch von Darth Yalthar gewesen. Das eisblaue Licht der Projektion zeigte die Godspeed schwebend über dem scheibenförmigen Raumanker. Doktor Owasi nickte. Dann wandte sie sich ab und ging zu den Koffern hinüber. Sie würden den Plan der beiden Darths ausführen. Und sie würden überleben. Die Koffer, die der Darth ihnen überlassen hatte, enthielten je ein Schildholocron aus der Zeit der alten Sithkönige. Diese Artefakte vermochten die Verschwörer zu schützen. Im Hintergrund begann der Captain zu sprechen.”Zentralcomputer der Godspeed, auf dem Authorisierungsniveau des kommandierenden Offiziers erteile ich folgende Befehle …”

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Forschungschiff “Godspeed”
der Hauptbildschirm auf der Brücke

Die gesamte Brückenbesatzung starrte auf den riesigen Schirm. Niemand konnte oder wollte die Augen abwenden. Violettschimmernde, schwarzlichternde Tentakel griffen um die Scheibe. Verschränkten sich miteinander. Lösten sich wieder. Griffen. Tasteten. Schmeckten. Wie Fontänen aus einem Geysir in den Vulkanfeldern von Oricon brachen ständig neue Tentakel aus dem schwarzen Nichts hervor und bleckten gierig nach der Ankerscheibe. “Roter … Alarm” hauchte der Erste Offizier mit tonlos heiserer Stimme. Doch die hochsensiblen Senoren reagierten nicht.

Forschungsschiff “Godspeed”
Besprechungsraum

Die Sith rührten ihren Tee. Verspeisten ein paar trockene Kekse. Blätterten an Handgelenkcomputern und Taschendisplays verschiedene Aufzeichnungen unterschiedlicher Wichtigkeit durch. Hin und wieder gähnte jemand. Manch einer bemühte sich um ein angemessen zorniges Aussehen, es gehörte sich einfach nicht, Sith warten zu lassen. Doch das Display, das mit der Brücke verbunden war, zeigte … die Ankerstation, wie sie in aller nutzloser Friedfertigkeit im leeren Raum dümpelte. Die Befehle des Captains hatten das permanente Senden von Aufzeichnungen in den Besprechungsraum verfügt. Und seine Türen versiegelt.

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Forschungsschiff “Godspeed”
Feuerschottkontrolle

Der junge Fähnrich hatte wie alle anderen auf der Brücke keine Augen mehr für seine eigene Station. Zu grausam schön war das Schauspiel aus Licht und tödlicher Macht, das sich über der Ankerstation bot. Der Fähnrich bemerkte nicht, wie schlagartig alle Lampen auf seinem Display rot wurden und sich im ganzen Schiff Türen, Tore und Gatter schlossen und ein Ring aus Kraftfeldern die überlebenswichtigen Systeme schützte.

Raumanker “Torgaz Grab”
Es war komplett. Seine Muster stabilisierten sich. Es griff über. Jetzt.

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Forschungsschiff “Godspeed”
Frachtraum 9 mit dem Rufzeichen CO

“Es greift über! Jetzt!” rief der Captain alarmiert. Gerade hatte er seine Befehlskette gesichert. Das Hirn der Godspeed würde dafür sorgen, dass niemand seinen Platz verließ. Doktor Owasi warf dem Captain eines der beiden Holocrons zu. “Dritte und vierte Vertiefung drücken, dann sind wir sicher, wenn es kommt!” Während draußen die Wirklichkeiten tauschten drückten im geheimen Kommandoraum die beiden Verschwörer die Auslöser. Ein Klicken. Dann ein Zischen. Darth Yalthars Gas tötete sie in wenigen Sekunden. Die toten Augen des Captains waren auf den Schirm gerichtet …

Korriban
Grab von Naga Sadow

Gehalten nur von der Macht des Rituals erlebten die beiden Sith ihr Werk und Sein Erwachen am anderen Ende der Galaxis. Die Tentakel der Macht aus der Zwischenwelt irgendwo weit im unbekannten Raum formten dasselbe Muster, das auch in violettem Feuer in Naga Sadows Grab leuchtete. Die geweckte Macht stieß in die Wirklichkeit, die wir kennen, vor. Ihre Fühler durchstachen Metall und Schild, Energie und Kraftfelder. Mal pfeilschnell wie eine Natter, mal tänzelnd wie eine Kobra näherten sich die Ausläufer den Lebenden an Bord des Ankers und tasteten sich dann wie Bluthunde auf der Fährte zum über dem Anker schwebenden Forschungschiff vor, wo sie fortfuhren, wie es ihre Bestimmung war. Sie berührten Seelen. Und hinterließen ein schwarzes Mal. Wie mag es sich anfühlen, wenn ein fremder, gieriger Schlund an Deiner Seele leckt und saugt, das Innerste zuoberst kehrt und sich von der urgewaltigen Kraft tief in uns nährt?

geschichte_005

 

Forschungsschiff „Godspeed“
Besprechungsraum

Als die Sith merkten, was vor sich ging, gerierte ihre versammelte und doch nicht vereinte Macht ein köstliches Zentrum aus Zorn, Verzweiflung, Angst und Wut. Die Seelenfinder stachen sich durch Soldaten und Bergungsleute, aber was sie wirklich wollten waren die, die sich hinter Schilden der Macht schützen, hinter Schleiern der Macht verbergen und hinter Mauern der Macht einbunkern konnten – vergebens, Die Seelenfinder berührten sie alle, weckten den tiefen Schatten und warfen dämmriges Vergessen. Einer nur stand aufrecht, genoss den schrecken der Mächtigen – die Hände umklammerten einen goldschwarzen, vielflächigen Würfel. Ein Artefakt aus der Zeit der alten Sithkönige. Es glomm in schwarzem Feuer, und wohin seine Flammen blakten, griffen die Seelenfinder nicht. Der Sith sah sie alle ohnmächtig werden, mit blutenden Nasen, Augen und Ohren in ihre Sessel sinken. Hände, die sich an die Brust krallten. So geschah es auf dem ganzen Schiff.

Korriban
Grab von Naga Sadow

Ein Schrei aus zwei Kehlen, ein zorniger Hieb von zwei Mächtigen, ein umgetrener Wasserkübel, der blutige Runen verwischt.

Violette Tentakel flackern. Zittern. Verschwinden, als wären sie nur ein Alptraum gewesen. Es vergehen Minuten, die sich wie Stunden anfühlen. Die Sith kommen wieder zu Atem. Metallisch ist die Stimme des einen hinter seiner Maske. “Sie sind gezeichnet worden. Jetzt warten wir.”

Dark_side_ritual

Forschungsschiff „Godspeed“ & Ankerstation Torgaz Grab

Es war vorbei.

Forschungsschiff „Godspeed“ & Ankerstation Torgaz Grab

Einige Stunden später erwachte das im kranken Dämmerschlaf daliegende Schiff wieder zum Leben. Die Computersysteme zeigten Normalbetrieb. Die Rechner hatten die Steuerung übernommen, die Mannschaft war zu verstört. Es war wohl den Computerroutinen zu verdanken, daß die Situation als Bedrohungsfall eingestuft wurde. Alle mobilen Frachbereiche waren abgekoppelt worden und mit Schubdüsen ins Nirgendwo verschwunden – darunter auch ein Frachtcontainer mit der Nummer 9 … Es hatte Tote gegeben, und es gab auch Besatzungsmitglieder, die der geistige Angriff als sabbernde Idioten zurückgelassen hatte. Die Mehrheit hatte überlebt, Irgendwie. Gezeichnet von einer Macht, die selbst den in der Hexerei bewanderten Sith so noch nicht begegnet war. Die, die sich am Schnellsten zusammenraffen konnten, versuchten mit den funktionierenden Systemen eine Analyse der Situation. Das gemeinsame Ergebnis war, daß die Ankerstation offenbar von einer Art Machtvirus oder fremdartigen Entität befallen worden war, die durch die Anwesenheit der Crew geweckt wurde. Ein denkbar ungünstiger Zufall auf der Suche nach der Kristallmine.

Später versammelten sich alle, die klaren Geistes waren, im großen Hangar. Es wurde heiß debattiert, und selbst die Sith beteiligten sich daran. Man war sich einig, daß der Hintergrund für diesen schwarzen Tag für die Seelen der Mannschaft und dessen mögliche Auswirkungen weiter erforscht werden mussten. In Abwesenheit des Captains und des wissenschaftlichen Offiziers – beide Namen standen auf der langen Vermisstenliste – wurde die Heimreise angetreten.

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Im Nachgang

Die Vorfälle liegen nun zwei Jahre zurück und sind bis heute nicht aufgeklärt. Die Stiftung hat mit mehr oder weniger subtiler Unterstützung eine gewisse Machtbasis aufbauen können. In Dromund Kaas wird in gewissen Kreisen davor gewarnt, isch allzu offen für die Gemeinschaft zu interessieren. Offenbar haben verschiedene Stellen im Imperium ein Interesse daran, die Ereignisse und deren Auswirkungen weiter zu untersuchen. Aus dem Umfeld der Sphäre des Alten Wissens – gewissermaßen dem Hexereiministerium – flossen Fördermittel zur Einrichtung einer Station, die der Stiftung und ihren Kontakten zur Verfügung steht. Noch schwerer wirkt aber das persönlich bekundete Interesse zweier hochrangiger Darth, die durch das Ausschalten dreier kritischer Lords im Gefolge anderer Sith ihre Position mit sithtypischer Blutunterschrift bekräftigten. Die Ziele der beiden Mäzene der Forschungsgemeinschaft bleiben im Dunkeln … allenfalls erhellt von einem violetten Schimmer, wie in Naga Sadows Grab.

geschichte_007


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